Lichtkonzept für Identität und Flexibilität
Den städtebaulichen Abschluss des Ensembles an der Ecke Alfred-Nobel-Straße / Johannisstraße bildet das Multispace House. Mit seiner klassisch proportionierten Bürofassade und der gestaffelten Geschossigkeit reagiert das Gebäude sensibel auf die umgebende Bebauung — nach innen jedoch setzt es einen klaren gestalterischen Akzent.
Im Foyer wird Licht zum zentralen Raumelement: Eine individuell entwickelte Sonderleuchte in organischer Struktur prägt den Eingangsbereich und verleiht ihm eine unverwechselbare visuelle Identität. Die frei komponierte Lichtstruktur wirkt wie ein schwebendes, endloses Netzwerk — raumgreifend, aber leicht. Stufenlose Dimmung und differenzierte Lichtstärken machen den Raum flexibel bespielbar: vom ruhigen Empfangsbereich bis zur repräsentativen Eventfläche. Die Formsprache dieser Sonderleuchte findet sich in den Liftlandings des Gebäudes wieder und sorgt so für eine gestalterische Kontinuität vom Erdgeschoss bis in die oberen Etagen.
Inszenierung der Bewegung – Treppenhaus
Die Treppenhäuser werden durch eine eigens entwickelte Lichtvoute inszeniert, die den vertikalen Raum dreiseitig begleitet. Lineare Lichtstrukturen folgen den Geschossen und betonen die Bewegung im Raum. Die blendfreie, warmweiße Inszenierung des Aufzugsschachtes sorgt dabei für eine angenehme, normgerechte Beleuchtung bei hoher Aufenthaltsqualität — und wird zugleich zum verbindenden Element aller drei Objekte des Quartiers: Die durchgängig einheitliche, repräsentative Außenwirkung des illuminierten Aufzugskerns schafft eine visuelle Klammer über das gesamte Ensemble.
Steuerung und Effizienz
Moderne, ansteuerbare Lichttechnik ermöglicht eine bedarfsgerechte Nutzung und trägt zur nachhaltigen Gebäudebewirtschaftung bei — gestalterische Qualität und energetische Verantwortung gehen hier Hand in Hand.






